DIREKTDRUCK auf Tassen
Direktdruck ist ein wirtschaftliches, hochautomatisiertes Verfahren zur Dekoration keramischer Werbetassen. Das Motiv wird ohne Transfermedium direkt auf die Keramik gedruckt und anschließend bei ca. 800°C eingebrannt.
Was ist Direktdruck?
Beim Direktdruck wird das Druckbild ohne Kalke oder Transferpapier direkt auf die Außenfläche der Tasse aufgebracht. Dadurch ist der Prozess schlanker als bei der keramischen Kalkomanie und in vielen Fällen deutlich kosteneffizienter.
Die Technologie eignet sich besonders für Logos, Wortmarken und klare Motive in Vollfarben. Nach dem Druck wird das Dekor eingebrannt, was auf Porzellan und Porcelanit eine hohe Beständigkeit im täglichen Einsatz ermöglicht.
Vorteile der Technologie
| Vorteil | Bedeutung in der Praxis |
|---|---|
| Niedrige Druckkosten | Wirtschaftlicher als indirekte Verfahren, da kein zusätzlicher Träger wie eine Kalke benötigt wird. |
| Spülmaschinenbeständig | Auf Porzellan und Porcelanit ist der Druck nach dem Brand beständig gegen Reinigung in Spülmaschinen. |
| Ideal für Vollfarben | Besonders geeignet für Logos, Signets und klare Corporate-Design-Motive ohne Rasterelemente. |
| Hohe Automatisierung | Gute Reproduzierbarkeit und effizienter Produktionsprozess bei standardisierten Serien. |
Technische Grenzen und Einschränkungen
| Parameter | Vorgabe / Einschränkung |
|---|---|
| Motivart | Nur Vollfarben, keine Raster oder fotorealistischen Halbtonmotive. |
| Druckposition | Nur außen auf dem Produkt und nur innerhalb der definierten Druckfläche. |
| Maximale Farbanzahl | Bis zu 6 Farben ab einer Mindestbestellmenge von 108 Stück. |
| Große Farbdeckung | Ab 60 % der Standarddruckfläche ist eine technische Prüfung bzw. Rücksprache erforderlich. |
| Vollflächige Aplizierung | Eine komplett gleichmäßige, einfarbige Abdeckung der gesamten Standarddruckfläche ist nicht möglich. |
| Mindestlinie | 0,2 mm positiv, 0,4 mm negativ. |
| Mindestschrift | 7 pt positiv, 10 pt negativ. |
Prozessphasen
| Phase | Beschreibung |
|---|---|
| 1. Druckdatenaufbereitung | Prüfung von Linien, Schriften, Pantone-Farben und Eignung für die vorgesehene Druckfläche. |
| 2. Direkter Maschinendruck | Das Motiv wird automatisiert direkt auf die Keramikoberfläche gedruckt. |
| 3. Brennprozess | Einbrand bei ca. 800°C zur dauerhaften Fixierung des Dekors. |